Dank der ehrenamtlichen Arbeit vor Ort gibt es deutschlandweit bereits 220 Seniorengemeinschaften – mit steigender Tendenz. Dabei sind Seniorengemeinschaften kein neues Konzept; den Ursprung fand die Idee in einem Modellprojekt in Baden-Württemberg schon Anfang der 1990er Jahre. Doch im Zuge des demographischen Wandels kommt Formen der nachbarschaftlichen Unterstützung im Alter eine immer wichtigere Rolle zu. Für die nun aufkommenden Herausforderungen bildet die Seniorengemeinschaft eine einleuchtende und soziale Lösung. Darüber hinaus muss man ein System schaffen bei der auch professionelle Pflegekräfte integriert werden können.

Wie funktioniert eine Seniorengemeinschaft + engigo?

Fragen und Antworten

Für viele ist es selbstverständlich, der Nachbarin oder dem Nachbar kurz zu helfen. Das ist gut und wirklich wertvoll. Hilfe im Rahmen der Seniorengemeinschaft zu leisten, bietet darüber hinaus jedoch einige Vorteile:

  • Alle Aktivitäten sind versichert. Sollte bei der gegenseitigen Hilfe einmal etwas zu Bruch gehen, springt die Versicherung des Vereins im vollen Umfang ein.
  • Der Nachbar ist technisch weniger begabt? Kein Problem, über die Seniorengemeinschaft finden Sie jemanden in Ihrer Umgebung, der Ihnen helfen kann.
  • Der Verein bietet außerdem regelmäßige Treffen an und ermöglicht einen regen Austausch für alle Mitglieder, die Interesse haben.
  • Sie helfen Ihrem Nachbarn im Garten, sind aber im Urlaub? Auch hier kann der Verein sich um Ersatzhilfe kümmern.
Im Fokus stehen kleine Hilfen im Alltag und keine professionelle Unterstützung. Besonders häufig werden folgende Hilfen angefragt: Unterstützung beim Einkauf, Begleit- und Besuchsdienste, Fahrdienste sowie handwerkliche Hilfen im Haus und Garten.
Mitglied werden kann jeder von jung bis alt. Entweder als aktives unterstützendes Mitglied, als Fördermitglied oder um Unterstützungsleistungen in Anspruch zu nehmen. Jedes Mitglied entscheidet dabei selbst, wie viel es hilft bzw. wie viel geholfen werden soll.  Auch die regelmäßig stattfindenden Treffen sind eine Einladung an die Mitglieder, keine Verpflichtung. Die Mitgliedsgebühr ist je nach Verein unterschiedlich und umfasst u.a. die Vermittlungsleistung, die Versicherungen und die Vereinstreffen.
Die Bezahlung hat nicht zum Ziel, dass andere Menschen viel Geld damit verdienen. Vielmehr wird auf diese Weise ein Maß an Verbindlichkeit gewährleistet, das zu einem größeren Engagement aller führt. Abrechnungsmodelle empfehlen sich aus zwei zusätzlichen Gründen:

  1. Die Menschen, die Hilfe annehmen, sind dankbar, wenn Sie etwas zurück geben können; sie fühlen sich wohl, Hilfe anzunehmen.
  2. Der Verein kann seine Kosten für die Verwaltung und Versicherung der Mitglieder decken.

Da die Hilfe in einem gemeinnützigen Verein stattfindet, kann der erarbeitete Betrag unkompliziert ohne Steuern als Aufwandsentschädigung verdient werden. Dies gilt bis zu 200€ im Monat im Rahmen der sogenannten „Übungsleiterpauschale“.

Abrechnung über Zeitkonten
Alle erbrachten Stunden werden auf dem Zeitkonto eines Mitglieds gut geschrieben. Für in Anspruch genommene Leistungen wird der jeweilige Zeitumfang von dem Zeitkonto abgezogen.

Abrechnung über Zeitkonten in Verbindungen mit Geldleistungen
Sollte kein Zeit-Guthaben vorhanden sein, hat das Mitglied die Möglichkeit, in Anspruch genommene Leistungen in Euro zu bezahlen (zu einem vorab fest gesetzten Stundensatz).

Abrechnung über Punktekonten
Als Alternative zu Abrechnung über Zeitkonten (in Kombination mit der Auszahlung in Euro) wird der Wert einer Leistung in Punkten ausgedrückt; Leistungen können so unterschiedlich gewichtet werden.

Abrechnung über Geldleistungen
Die Verrechnung aller Leistungen erfolgt in Geldbeträgen. Diese können an das Mitglied ausbezahlt oder aber auf dessen Mitgliedskonto eingezahlt werden.

Seniorengemeinschaften haben nicht die Intention, mit lokalen Anbietern zu konkurrieren. Im Gegenteil: Sie sollen diese unterstützen und einen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität der vor Ort lebenden älteren Menschen leisten. Die in einer Seniorengemeinschaft angebotenen hauswirtschaftlichen Leistungen führen oftmals zu einer Entlastung der stark beanspruchten ambulanten Pflegedienste vor Ort. Darüber hinaus ermöglicht engigo auch die Leistungen die ein ambulanter Pflegedienst auch erledigt. 
Innerhalb einer Seniorengemeinschaft werden regelmäßige Treffen (z. B. gemeinsames Kaffeetrinken) angeboten, sodass ein Austausch unter der Mitgliedern ermöglicht und gefördert wird. Jedes Mitglied wird zu diesen Veranstaltungen eingeladen; die Teilnahme ist freiwillig. Darüber hinaus verbindet engigo die Seniorengemeinschaften untereinander, um ein deutschlandweites Netzwerk zwischen den Seniorengemeinschaften und deren Mitgliedern aufzubauen.
Die engigo Software kann mit wenigen Klicks eine einfache, unkomplizierte Mitgliederverwaltung sowie die effiziente Organisation und schnelle Vermittlung von Hilfeleistungen zwischen den Mitgliedern ermöglichen. Darüber bietet sie eine übersichtliche Administration der Zeitkonten für Vereinsmitarbeiter und Mitglieder – und ersetzt so aufwändige Zettelwirtschaft.
Schauen Sie hier in unserer Übersicht nach.