Häufig passiert es ganz langsam. Man geht mit seiner Mutter an einem schönen Herbsttag spazieren. Sie ist schon bald 75 und ihr silbernes Haar leuchtet kräftig durch die strahlende Sonne an einem schönen Herbsttag.
Während dem spazieren hat man ständig das Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Aber du hast keine Ahnung was es war.

Du hast das Gefühl Sie sei eine völlig andere Person. Früher war Sie Professorin an der Universität und unterrichtete Geschichte. Jetzt zieht Sie sich immer mehr zurück, möchte lieber alleine sein und anstatt die neusten wissenschaftlichen Artikel zu lesen greift Sie immer häufiger zur Fernbedienung. Sie hasste das Fernsehen. Sie wusste selbst nicht ob es Sie gerne sah, aber man durfte Sie auch nicht drauf ansprechen, denn dann wurde Sie wütend.

Mit der Zeit wurde ihr Verhalten immer merkwürdiger. Sie vergaß häufig etwas, eignete sich ein bizarres Verhalten an und Sie hat sich selbst immer mehr vergessen. Und stellte sich immer wieder fragen die wir Ihr nicht beantworten konnten. Fragen ums Essen, ums Geld und wer für Sie sorgt.

Hier sind professionalle Pflegekräfte oder geschulte Angehörige hilfreich

Mir kam es manchmal leicht vor dieses Verhalten zu ignorieren. Zu akzeptieren Sie wird alt und Sie dabei zu unterstützen. Es sind häufig die Kleinigkeiten die anstrengend sind. Dinge die sich immer wiederholen und Sie schon längst vergessen hat.

Die Pflege durch Angehörige wird in zu selten wirklich anerkannt. Es ist ein sehr Zeit- und Kostspieliges Belangen und die Pflege eines Alzheimerpatienten kann sehr anspruchsvoll sein.
Es ist manchmal sehr schwer zu verstehen was das ungewöhnliche Verhalten gerade auslöst und wie lange diese Verwirrung anhalten wird. Damit zu leben ist für die Angehörigen häufig sehr beängstigend.

 

5 Tipps für die Pflege von Menschen mit Alzheimer

von Professionellen Pflegekräften für Familienbetreuer

  1. Bleiben Sie ruhig und seien Sie geduldig
  2. Konzentrieren Sie sich nicht auf das merkwürdige Verhalten sondern auf die Emotionen die diese vielleicht ausgelöst haben.
  3. Suchen Sie nach dem wirklichen Grund für dieses Verhalten. Dieses kann durch Schmerz, Angst oder Unannehmlichkeiten verursacht werden.
  4. Machen sie keine Vorwürfe. Akzeptieren Sie es als Symptom einer Krankheit und machen Sie genau das auch ihrem Angehörigen klar um ihm die Angst zu nehmen.
  5. Nehmen Sie es nicht persönlich. Alzheimer und andere progressive Demenzen verursachen einen Rückgang der Fähigkeiten der liebenden. Sie sollen nun für Sie da sein und Ihnen zeigen, dass Sie sie lieben.